NACHDENKLICHES ZUR BÜRGERMEISTERWAHL

Sicherlich sind die Beiträge auf unserer Facebook- oder Internetseite hin und wieder hart formuliert und schießen vielleicht auch mal über das Ziel hinaus. Wenn man dies allerdings als „Hetze“, Populismus oder sogar als AFD-Sprache abtut, macht man es sich zu einfach, wird den oft komplexen politischen Themen nicht gerecht und scheut den genauen Blick.

Am Sonntag wird ein neuer Bürgermeister in unserer Stadt gewählt und dies wird eine Richtungsentscheidung für die nächsten 6 Jahre. Deshalb lohnt es sich, die wichtigsten inhaltlichen Themen nochmal kurz zu erläutern und sich unabhängig von persönlichen Einstellungen eine Meinung zu bilden.

Angefangen mit dem Thema Schwimmbad.

Hier wurde vor über 5 Jahren schon vom amtierenden Bürgermeister der BadeSauna Park geschlossen. Dies war zwar der größte Beitrag zur Haushaltskonsolidierung, da immerhin 11 Mio. € gespart wurden, allerdings wird nicht erwähnt dass seitdem auch über 1 Mio. € an Stillstandskosten angefallen sind und Pfungstadt nun im Umkreis die einzige Kommune in dieser Größe ist, die ihrer Bevölkerung kein Schwimmbad mehr bietet.

Möchte der Bürgermeister hieran etwas ändern? Wird ein neues Bad von ihm gefördert? Hier bleibt er sehr schwammig und tut nichts. Denn ein neues Bad würde jährlich wieder Kosten verursachen und diese müsste man im Haushalt darstellen. Kein Wunder also, dass die UBP jede neu zu schaffende Stelle in der Stadtverwaltung, jede weitere Steigerung der Verwaltungskosten und jede Investition kritisch überprüft. Dies geschieht also nicht aus bösem Willen oder Dummheit, sondern aus der Notwendigkeit für ein neues Schwimmbad und der Vermeidung von Mehrbelastungen der Bürger.

Es war auch die UBP, welche 2017 die (symbolische) Grundsteuersenkung von 10 Prozentpunkten durchgesetzt hat und die Belastungen der Bürger gerne noch weiter zurückfahren möchte, jedoch hierbei die Kollision mit den ande-ren Zielen wie Haushaltsstabilität, einer qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung oder eben ein neues Schwimmbad sieht.

Zudem ist es ideologisch zu glauben, mit neu zu schaffenden Stellen bei der Stadtverwaltung alle Probleme unserer Zeit zu lösen. Würde ein „Klimamanager“ im Stadthaus wirklich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten? Sollte man nicht lieber versuchen, städtische Einrichtungen so energetisch wie möglich zu planen, sie klimaneutral mit Strom aus Photovoltaikanlagen auf den jeweiligen Dächern zu versorgen, die Flächenversiegelung nicht ins Unendliche zu treiben und darüber hinaus an überregionalen Konzepten mitarbeiten? Glaubt man wirklich, man könne den Wald retten, indem man die teuersten Forstgerätschaften anschafft und sich mit HessenForst überwirft, anstatt zunächst erstmal neue Wege bei der Waldbewässerung zu gehen?

Kann die Stadt denn wirklich bessere Wohnungen bauen und Neubaugebiete entwickeln als Private? Wieso dann die ständigen Kostensteigerungen und Verzögerungen, während private Bauträger ausgereifte und für alle Gesell-schaftsschichten ansprechende Konzepte entwickeln und ihre eigenen Projekte zeitnah umsetzen können und dabei noch günstiger fahren.

Wir stimmen mit dem Bürgermeister dahingehend überein, dass man bei Gewerbeansiedlungen den Fokus nicht auf Logistikunternehmen mit wenigen Arbeitsplätzen richten soll, aber warum war er dann im letzten Jahr bereit, dass Grundstück eines Sportvereins an eben ein solches Logistikunternehmen zu verscherbeln und musste erst u. a. durch uns daran gehindert werden? Gibt es ein Konzept zur Gewerbeansiedlung? Wird aktiv um wertschöpfende Unternehmen geworben und der ideale Standort Pfungstadt ausgenutzt?

All diese Punkte sollten bei der anstehenden Wahlentscheidung berücksichtigt werden und nicht nur wer wen als Person einfach sympathisch findet. Auch mit einem anderen Bürgermeister brauchen sich die städtischen Beschäftigten nicht um ihren Arbeitsplatz zu sorgen, werden die Feuerwehr und die Vereine unterstützt und die Kinderbetreuung verbessert.

Da es in Pfungstadt Zeit wird für einen Neuanfang ohne parteipolitische Ideologien und Pragmatismus mit dem nötigen wirtschaftlichen Sachverstand bitten wir Sie um Ihre Stimme für Manuel Hufer. Als Demokraten bitten wir Sie in jedem Fall zur Wahl zu gehen und Ihre Stimme abzugeben. Sie haben das letzte Wort und das wird von uns selbstverständlich akzeptiert werden.

Pfungstadt, 25.05.2019

Die Stadtverordneten und Stadträte
Unabhängigen Bürger Pfungstadt UBP


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